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Martinique -

Fauna

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Fauna
Kolibri
Auf den Antilleninseln gibt es eine Reihe von Traumhotels
Im Gegensatz zur Pflanzenwelt ist die Fauna eher ärmlich, zumindest an Land, denn das Meer ist voll von interessanten Fischen, Korallen und Schildkröten.

Am artenreichsten ist noch die Vogelwelt, aber auch sie ist dürftig im Vergleich zu der sonst in Mittelamerika so artenreichen Avifauna. Keine Papageien (die Martinique-Amazone - Amazona martinicana - ist schon lange ausgestorben), keine Tukane. Kolibris (4 Arten) lassen sich sehr gut im Jardin Balata (mehr dazu bei den Ausflugstipps) beobachten; sie sind aber überall auf der Insel verbreitet und kommen auch gerne in die Hausgärten. Wie überall in Mittelamerika sind die kleinen Bananaquits (Zuckervogel, frz. Sucrier) häufig.

Trauergrackel (Quiscalus lugubris) auf Martinique

Am häufigsten wird Ihnen aber Quiscalus lugubris, die Trauergrackel begegnen (s. nebenstehendes Foto). Die Vögel sind laut und frech und überall. Grackeln gehören zur Familie der Stärlinge, einer Vogelfamilie, die in verschiedenen Arten und Gattungen den amerikanischen Kontinent bevölkert. Vom Aussehen her erinnern sie an unsere einheimischen Amseln, aber sie benehmen sich ganz anders.

Trauergrackeln brüten in lockeren Kolonien in sehr schlampigen Nestern. Sie sind nicht sonderlich beliebt, da sie sich gerne an den Picknicktischen, aber sogar auf den Terrassen der Restaurants selbst einladen und mit erheblicher Frechheit ihre Futterbrocken suchen. Aber irgendwie sind sie auch hübsch und interessant.

Bartgimpelfink (Loxigilla noctis, frz. Père noir) auf Martinique

Ausgesprochen vertraut sind überall die Bartgimpelfinken (Loxigilla noctis, frz. Père noir, s. Foto). Es sind muntere schwarze Vögel mit rostroter Kehle und ebensolchen Abzeichen am Kopf. Sie haben aber weder einen Bart, noch sind sie Gimpel oder Finken, sondern stehen den Ammern nahe.

Nur selten sieht man Rotschulterstärlinge (frz. Carouge).

Kuhreiher (Bubulcus ibis) auf Martinique

An den Küsten - vor allem an der Atlantikseite - gibt es Fregattvögel, Pelikane und Tropikvögel.

Allenthalben zu finden ist die Küstentaube (Zenaida aurita) und der kleine weisse Kuhreiher (Bubulcus ibis, s.Foto). Er hat sich erst seit einigen Jahrzehnten in weiten Teilen Amerikas ausgebreitet; ursprünglich kommt die Art aus Afrika.

Für ornithologisch Interessierte sei angemerkt: Es sind zwar nur vielleicht 40 - 60 Vogelarten auf Martinique, aber es sind fast alles fremde Arten, die Sie von Europa her nicht kennen. Es lohnt sich also durchaus, sich auf spannende Vogelbeobachtungen einzustellen (gutes Fernglas oder Spektiv).

An Säugetieren sind vor allem Mungos (die Schlangentöter) und eine Opposum-Art zu nennen, die gegen das Schlangengift immun ist. Das weist hin auf die Rolle einer Schlangenart, die auf der Insel vorkommt oder zumindest vorkommen soll: Die Lanzenotter (Bothrops lanceolatus) ist eine giftige Viper aus der Verwandtschaft der Klapperschlangen Amerikas. Sie wurde vor langer Zeit eingeführt, um die Sklaven an der Flucht zu hindern - heute wäre man froh, wenn man sie wieder los wäre.

Die Schlange ist scheu, man bekommt sie wohl gar nicht zu sehen. Die Angaben zu ihrer Verbreitung sind extrem unterschiedlich: Einige Autoren behaupten, dass sie in den Zuckerrohrfelder häufig sei, sie sei aber eben so scheu, dass man sie nicht beobachten könne. Andere gehen davon aus, dass sie möglicherweise schon ausgestorben ist.

Bahamaanolis

Die Lanzenotter ist definitiv stark giftig; sollte man tatsächlich gebissen werden, müsste man sofort einen Arzt aufsuchen. Dem Verfasser ist von Martinique allerdings kein einziger solcher Fall bekannt. Es gibt - wie oben schon geschrieben - nicht mal gesicherte Beobachtungen.

Es gibt noch weitere Reptilien, insbesondere erwähnen möchten wir die Anolis, die bei uns häufig als Heimtiere gepflegt werden. Es sind sehr hübsche, nicht sehr grosse baumbewohnende Echsen, die in die Verwandtschaft der Leguane gehören. Auffällig ist das "Segel" an der Kehle, das die Männchen sehr weit abspreizen können, um den Weibchen zu gefallen. Sie finden die Art auf Martinique überall häufig auf Mauern und Felsen.

Grüner Leguan

Die spektakulärsten Bewohner sind freilich die riesigen Leguane. Es sind harmlose Pflanzenfresser, die aber mit bis zu 2 Meter Körperlänge (davon Zweidrittel Schwanz) sehr beeindruckend und in gewisser Weise furchteinflössend aussehen.

Am häufigsten sind die urzeitlichen Geschöpfe auf der Ilet Chancel in der Bucht von Le Robert an der Atlantikküste: Auf einem Fleck von gerade 2 km Länge und 850 Metern Breite leben dort die Echsen. Angeblich sind es mehr als 400.

Etwas enttäuschend ist Martinique für die Liebhaber von Schmetterlingen. Zwar gibt es auf Martinique gut 60 verschiedene Arten, aber sie sind nicht so zahlreich, wie man vielleicht erwartet.

Auf der "Habitacion Latouche", einer ehemaligen Plantage aus dem 17. Jahrhundert, gibt es einen Schmetterlingsgarten, in dem die Beobachtung der Tiere besonders leicht ist. Dieser Park bei Carbet gehört zum "Jardin Balata" - auf der Seite mit den Ausflugstipps schreiben wir mehr darüber.

Wir wollen noch besonders hinweisen auf drei Tierarten, die jede für sich bemerkenswert sind:

Auf Martinique gibt es eine grosse Spinne, die Martinique-Baumvogelspinne (Avicularia versicolor), die man auch als „Falschen Landkrebs“ bezeichnet. Diese sehr friedliche und gutmütige Vogelspinne wird bei uns häufig im Terrarium gehalten. Die Tiere sind dämmerungs- bzw. nachtaktiv und die Chance (oder Gefahr, je nach Sichtweise des Betrachters) sie zu beobachten, ist recht gering. Dem Verfasser ist eine Beobachtung bisher jedenfalls nicht gelungen.

Etwas ganz besonderes ist ein endemisches, also nur hier vorkommendes Fröschlein, das auf den komplizierten Namen Eleutherodactylus martinicensis hört. Für dieses Tier gibt es nicht 'mal eine deutsche Bezeichnung. Gelegentlich wird er als Antillenfrosch bezeichnet, was praktisch der Übersetzung der französischen Bezeichnung "L’Hylode de la Martinique" entspricht.

Drittens für erwähnenswert halten wir einen wirklich riesigen Käfer, der dem unerfahrenen Besucher vielleicht doch ein bisschen suspekt ist. Tatsächlich aber ist der Herkuleskäfer ein harmloser Geselle - allerdings ist er mit bis zu 17 cm Gesamtlänge wirklich gross. Es ist der überhaupt grösste Käfer, den wir kennen. Das stattliche Ausmass ist vor allem auf sein riesiges "Geweih" zurückzuführen.

Herkuleskäfer sind nachtaktiv und verstecken sich tagsüber in dunklen Unterschlüpfen wie zwischen Wurzeln oder in Baumhöhlungen. Vermutlich werden Sie ihn also nicht zu sehen bekommen, wenn doch, dann sollten Sie sich sattsehen, jede Menge Fotos machen und einen tollen neuen Eindruck mit nach Hause nehmen. Aber bitte nicht den Käfer selbst: Er gehört auf die Insel und Sie würden beim Zoll erheblichen Ärger bekommen.

Meerestiere: Artenreich geht es im Wasser zu. Die verschiedensten Korallen sind leicht zu beobachten. Zahlreiche Fische bevölkern die Korallenriffe und die Beobachtung von Delphinen gelingt häufig. Wir schreiben über die Meeresfauna hier noch gesondert mehr.


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