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Schwer zu überblicken:

Die Überseegebiete Frankreichs

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Strand auf Martinique
Auf den Antilleninseln gibt es eine Reihe von Traumhotels

Frankreich war eine bedeutende Kolonialmacht und verfügt auch heute noch über eine ganze Reihe von Gebieten in Übersee, denen man mehr oder weniger viel Autonomie gewährt. Das Überseeministerium Frankreichs (Ministère de l’Outre-mer) ist seit 2012 sogar wieder ein eigenständiges Ministerium, nachdem es lange Zeit nur eine Abteilung anderer Ministerien gewesen war.

Die französischen Überseegebiete sind recht kompliziert aufgeteilt und geniessen unterschiedlich weitgehende Autonomierechte.

Die französischen Überseegebiete (offiziell "La France d’outre-mer") werden in 4 Gruppen unterteilt, die unter sich aber keineswegs homogen sind; auch innerhalb dieser Gruppen gibt es also erstaunliche Unterschiede.

Übersee-Départements (Départements und Régions d’outre-mer, kurz DOM-ROM)

Diese Gebiete haben die engste Verbindung zum französischen Mutterland. Sie gehören zur EU und zur NATO und haben als Währung den Euro.

Es handelt sich um

  • Französisch-Guayana (im Nordosten Südamerikas, fast so gross wie Österreich, aber sehr dünn besiedelt)
  • Guadeloupe (Karibikinsel, etwa halb so gross, wie Mallorca)
  • Martinique (Karibikinsel, etwas kleiner als Guadeloupe)
  • Mayotte (seit 2011 in dieser Gruppe. Dicht besiedelte Insel zwischen dem Norden Madagaskars und dem afrikanischen Festland, etwa doppelt so gross wie die deutsche Ostseeinsel Fehmarn)
  • (La) Réunion (etwa 700 km östlich von Madagaskar im Indischen Ozean, kleiner als Mallorca)
Auch das zauberhafte La Reunion gehört zu den französischen Überseedepartements
Neben einigen Gebieten in der Karibik gehört auch Französisch-Polynesien in die COM-Gruppe

Übersee-Gemeinwesen od. Gebietskörperschaften (Collectivité d’outre-mer, kurz COM)

Diese Gebiete gehören zum Teil (!) zur EU und haben z.T. den Euro. Insgesamt eine grössere Autonomie, teilweise sogar in der Rechtsprechung.

Es handelt sich um

  • Saint-Martin (kleine Karibikinsel, die zur Hälfte französisch und zur anderen Hälfte holländisch ist ("Sint Maarten"). Gehört zur EU, Zahlungsmittel ist der Euro.
  • Saint Barthélemy (Nachbarinsel von Saint-Martin und noch kleiner. Gehört zur EU, Zahlungsmittel ist der Euro
    Saint-Pierre und Miquelon > kleine Inselgruppe östlich vor der kanadischen Küste. Die klimatisch rauhen Inseln gehören nicht zur EU, Zahlungsmittel ist aber der Euro
  • Eine dritte Gruppe innerhalb der Collectivité d’outre-mer (COM) wird gebildet durch Wallis und Futuna und Französisch-Polynesien:
   

Wallis und Futuna sind eine kleine Inselgruppe mitten im Pazifik, geografisch gehören diese Inseln zu Polynesien. Sie gehören nicht der EU an, sind aber mit dieser assoziiert.

Französisch-Polynesien (Pays d'outre-mer, kurz POM - Sie müssen das nicht alles auseinanderhalten - ausser dem zuständigen Minister versteht das sowieso kaum jemand)

Französisch-Polynesien besteht aus insgesamt 118 Inseln und Atollen, von denen man bei uns am ehesten Tahiti und das Muroroa-Atoll kennt.

Seit 2004 ist Französisch-Polynesien weitgehend autonom. Die Inseln gehören nicht zur EU (trotzdem können die Bewohner als Bürger Frankreichs natürlich bei den Wahlen zum Europäischen Parlament mitwählen . . . ).
Die UNO unterstützt übrigens die vollständige Loslösung Französisch-Polynesiens von Frankreich - gegen den ausdrücklichen Willen der französischen Regierung.

Sowohl Wallis und Futuna als auch Französisch-Polynesien gehören also nicht zum Gebiet der Europäischen Union, die Währung ist hier (noch) der CFP-Franc (Franc des Colonies françaises du Pacifique , also „Franc der französischen Pazifikkolonien“, heute wird allerdings nur noch die Abkürzung gebraucht, weil es ja eigentlich keine Kolonien mehr gibt . . .

Eine besondere Gebietskörperschaft (Collectivité sui generis, kurz CSG) stellt Neukaledonien dar, eine relativ grosse Inselgruppe östlich von Australien (fast 19.000 qkm, also mehr als fünfmal so gross wie Mallorca). Bezahlt wird auch hier mit dem CFP-Franc.

Terres australes et antarctiques françaises, kurz TAAF

Diese letzte Gruppe der französischen Überseegebiete sind die Französischen Süd- und Antarktisgebiete.
Es handelt sich um einige überwiegend unbewohnte Inseln im südlichen Indischen Ozean (die z.T. von anderen Ländern beansprucht werden) und um die französischen Gebiete in der Antarktis (was völkerrechtlich nicht anerkannt ist).

Alle diese Gebiete gehören nicht zur EU.


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